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Es ist schön, daß einige alte Bräuche bis zum heutigen Tag in unserem Dorf weiter gepflegt werden.
Maimädchen
Zieht der 1.Mai ins Land, kommen die Maimädchen ins Dorf. Sie schmücken ein Birkenbäumchen mit bunten Bändern. Das kleinste Mädchen wird mit einem Kränzchen geschmückt und von zwei anderen Mädchen geführt. Nun geht es in fröhlichem Zug durchs Dorf. Vor jedem Haus wird das Frühlingslied „Der Mai ist gekommen“ gesungen und dieses Gedicht aufgesagt:
Die Luft ist blau, das Tal ist grün, die schönen Maienglöckchen blühn und Schlüsselblumen drunter, der Wiesengrund ist schon so bunt und malt sich täglich bunter. Drum komme, wem der Mai gefällt und freue sich der schönen Welt und Gottes Vatergüte, die diese Pracht hervorgebracht, den Baum und seine Blüte.
Pfingstlömmel
Die Jungen im Dorf ziehen am 1.Pfingsttag als “Pfingstlömmel“ durchs’s Dorf. Ein “Lömmel“ wird in frisches Buchenlaub gewickelt, die übrigen Jungen sind mit Hüten und langen Stangen ausgerüstet. Zudem führen sie einen kleinen Wagen mit sich, um den “Lömmel“ auf den langen Wegen zu fahren.
Und dies ist der Spruch:
Wir kommen gegangen mit Stangen und Prangen Und haben einen wilden Reiher gefangen. Er saß in einem Nest mit 24 Eiern, die hälfte davon gibt uns. Dann gibt uns eine milde Gabe, woran der Lümmel sich erlabe.
Und dann spricht der Lömmel: Ich bin ein kleiner König, gebt mir nicht zu wenig, lasst mich nicht zu lange stehn, denn ich muß noch weitergehen.
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